Vortrag über geplante Obsoleszenz

Murks sind Drucker, die plötzlich ihren Betrieb einstellen, Küchengeräte, die nach wenigen Minuten heiß laufen, eine defekte Waschmaschine und das alles kurz nach Ablauf der Garantie. Wer kennt das nicht? Konsumprodukte, die kurzlebig gebaut sind und vorzeitig kaputt gehen, für die es keine Ersatzteile gibt. Ist das vom Hersteller so gewollt? Was bedeutet das für die Umwelt, für unsere Ressourcen und unseren Geldbeutel? Müssen wir uns wirklich ständig neue Produkte kaufen oder geht es auch anders?  Was ist dran am Vorwurf „eingebauter Defekt“, am „bewussten Verschleiß“, im Fachjargon „geplante Obsoleszenz“ genannt? Für Stefan Schridde steht fest, dass derartige „Fehler“ nicht selten Teil des Geschäfts sind. In seinem Vortrag benennt er Ursachen und Verantwortlichkeiten, aber er zeigt auch Lösungswege auf.

Stefan Schridde ist Betriebswirt und arbeitet u.a. als Senior-Consultant für Projektentwicklungen, als Dozent, Coach und Berater für Stadt- und Regionalentwicklung. Er ist Gründer und Vorstand der bürgerschaftlichen Initiative Murks? Nein, danke!, die sich für nachhaltige Produktqualität einsetzt. Als anerkannter Experte für geplante Obsoleszenz steht Stefan Schridde in direktem Austausch mit Parteien, Ministerien und Behörden sowie Hochschulen, Instituten, Forschungseinrichtungen und NGOs und hält viele Vorträge zum Thema. Auch in seinem bereits 2014 erschienenen Buch „Murks? Nein danke!“ belegt er die geplante Obsoleszenz von Hersteller und Handel, erläutert Hintergründe und bietet ein wirksames Handlungsprogramm für mehr Haltbarkeit.