Online Veranstaltung aus unserem Projekt „Guten Morgen, Abendland“ aus der Reihe
Meine Geschichte – Deine Geschichte: Unsere Geschichten? Das Osmanische Reich und Berlin
Eine literarische Reflexion von Feridun Zaimoglu

Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und Europa prägten bis ins 18. Jahrhundert das Bild von den „Türken“. Die Türkenfurcht wurde ein großes Thema in innereuropäischen politischen und religiösen Auseinandersetzungen. Auch heute noch wird auf diese Muster zurückgegriffen, die im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit entwickelt wurden. Die Auseinandersetzung mit diesen Wahrnehmungen und Stereotypen in Geschichte und Gegenwart wird der Gegenstand der literarischen Reflexion von Feridun Zaimoglu sein.

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit seinem sechsten Lebensmonat in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel. 2002 erhielt er den Hebbel-Preis, 2003 den Preis der Jury beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt und 2005 den Adelbert-von Chamisso-Preis. Im Jahr 2005 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Zahlreiche weitere Preise folgten, u.a. der Grimmelshausen-Preis (2007), der Corine-Preis (2008), der Jakob-Wassermann Literaturpreis (2010) sowie der Preis der Literaturhäuser (2012). 2016 erhielt er den Berliner Literaturpreis sowie die Ehrenprofessur des Landes Schleswig-Holstein. Nach »Leyla«, »Liebesbrand« und »Siebentürmeviertel« erschien zuletzt sein großer Luther-Roman »Evangelio«.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Link zur Teilnahme: https://zoom.us/j/98755902427