Spandau macht Mehrweg

Logo: KlimaWerkstatt Spandau

Mit Hilfe der finanziellen Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung hat die KlimaWerkstatt Spandau in Kooperation mit LIFE e.V. die Kampagne ‚Spandau macht Mehrweg‘ entwickelt und unterstützt seit 2016 Spandauer Unternehmen und Gewerbetreibende dabei, Einwegverpackungen beim Außer-Haus-Konsum nachhaltig zu reduzieren. Coffee to go-Becher, Plastiktüten und take away-Verpackungen gastronomischer Betriebe stehen dabei im Fokus. Mit Mehrweglösungen, die Umwelt und Klima schützen, mit Kampagnen und fundierten Informationen für Verbraucher*innen und Händler*innen nimmt Spandau eine Vorreiterrolle bei Lösungen für ein aktuelles und wachsendes Problem ein.

Drei Kampagnenfelder setzen dazu Impulse:

  • Spandau bechert Mehrweg – Coffee to go, aber im Mehrwegbecher
  • Spandau tütet Mehrweg – Plastiktüte – nein danke!
  • Spandau boxt Mehrweg – Food to go, aber in Mehrwegboxen

Hintergrund

Der Außer-Haus-Konsum steigt seit Jahren an und mit ihm der Verpackungsmüll. Coffee-to-go-Pappbecher, Plastik- und Papiertüten, Styropor- oder Aluminiumschalen sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Gerade in den Städten explodieren die Kosten für die Müllentsorgung, die Vermüllung in Parks und Straßen steigt zusehends. Doch es geht nicht nur um den sichtbaren Müll. Es geht auch darum, dass für die Produktion dieses Verpackungsmülls riesige Mengen an Wasser und Energie benötigt werden, dahinter eine gewaltige Ressourcenverschwendung steht und nicht zuletzt ein unnötiger Beitrag zum Klimawandel.

Hier unsere drei Kampagnenfelder mit den Schwerpunkten Coffee to go, Plastiktüte und take away.

Das Kampagnenfeld „Spandau bechert Mehrweg“

Layout: Flyer KaffetankstelleMit ‚Spandau bechert Mehrweg‘ positioniert sich Spandau in der Coffee to go-Becher-Debatte. Mit den Formaten ‚Kaffeetankstelle‘ und ‚Coffee to stay– die Kunst zu leben‘ wurden Angebote entwickelt, die Unternehmen und Kundschaft dabei unterstützen, Einwegbecher zu vermeiden: kreativ und einfach in der Umsetzung. Kaffeetankstellen sind Verkaufsstätten für Coffee to go, die individuell mitgebrachte Mehrwegbecher befüllen. Noch immer ist das leider nicht selbstverständlich. Teilnehmende Geschäfte, z.B. Cafés, Bäckereien, Restaurants oder Kioske werden durch „Kaffeetankstellen“-Aufkleber markiert und sind so gut für die Kundschaft zu erkennen. Teilweise gibt es Rabatt oder einen Bonus für den Kaffee im Mehrwegbecher. Für die Kundenkommunikation werden Plakate und Aufkleber zur Verfügung gestellt. Bei Bedarf beraten wir zu den geltenden Hygieneanforderungen. Ausgewählte Kaffeetankstellen werden auf der Website der KlimaWerkstatt vorgestellt. Mit den Kaffeetankstellen setzt die KlimaWerkstatt in Spandau die Berliner Kampagne Better World Cup um, unterstützt durch Politik, Verbände und Innungen.

Das Kampagnenfeld „Spandau tütet Mehrweg“

Layout: KlimaWerkstatt Spandau - BeutelMit ‚Spandau tütet Mehrweg‘ setzt die KlimaWerkstatt Spandau das Engagement zur Plastiktütenvermeidung und Unterstützung der Gewerbetreibenden bei der Kundenansprache konsequent fort. Die gemeinsam mit dem Wirtschaftshof Spandau 2014 gestartete Aktion zur Reduktion von Plastiktüten auf dem Havelländischen Land- und Bauernmarkt wird auf umliegende Geschäfte und andere Stadtteile ausgeweitet. Für Verbraucherinnen und Verbraucher gibt es vielfältige Anregungen zur Benutzung von Mehrwegbeuteln durch Beratungsgespräche, Aktionen und Anreizsysteme. Zum Internationalen Plastiktütenfreien Tag am 3. Juli nahmen bereits 2017 Unternehmen aus der Altstadt, Neustadt und Kladow an den plastiktütenfreien Aktionswochen teil. Sie setzten ein Zeichen gegen die Einweg-Plastiktüte, warben in Schaufenstern mit dem Plakat ‚Tüte, nein danke‘ und belohnten teilweise sogar einen plastiktütenfreien Einkauf. Im Juli 2018 konnte neben den Geschäften in der Spandauer Altstadt das Staaken Center als Partner für die plastiktütenfreien Aktionswochen gewonnen werden.

Das Kampagnenfeld „Spandau boxt Mehrweg“

Layout: Klimawerkstatt Spandau Food-BoxenLebensstile ändern sich. Mobilität und mit ihr der Konsum von Lebensmitteln unterwegs hat stark zugenommen und somit auch der Verbrauch an Einwegverpackungen. Neben Coffee to go-Einwegbechern verschmutzen zusehends weggeworfene take away- und Food to go-Verpackungen aus Styropor, Plastik und Aluminium Straßen und Natur.
Mit „Spandau boxt Mehrweg“ reagiert das Projekt auf den steigenden Außerhaus-Konsum. Ähnlich wie bei den ‚Kaffeetankstellen‘ werden gastronomische Betriebe, Unternehmen und deren Kantinen sowie Verbraucher*innen dabei unterstützt, take away-Einweggeschirr zu vermeiden. Kund*innen können individuelle Mehrwegboxen zum Verpacken des Essens mitbringen und befüllen lassen und dafür bei einigen gastronomischen Betrieben einen Rabatt erhalten.


Das Projekt „Spandau macht Mehrweg“ wird kofinanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen der Bezirklichen Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit.

 

 

Kontakt

+49 30 308 798-40
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