Netzwerk für Alleinerziehende in Tempelhof-Schöneberg

Am 24. August 2021 fiel im Zirkuszelt CABUWAZI Tempelhof der Startschuss für das Netzwerk Alleinerziehender

Gemeinsam mit Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Julia Selge lud die bezirkliche Koordinatorin für Alleinerziehende Britta Starke ein, um über die Situation von Alleinerziehenden zu diskutieren und erste Schwerpunkte der Netzwerkarbeit zu setzen.

Der gesellschaftliche Zuspruch und die Wertschätzung für Alleinerziehende steigen, dennoch sind Ein-Eltern-Familien an vielen Stellen immer noch benachteiligt. Sie verfügen über weniger Ressourcen und Mittel, um ihren Lebensalltag erfolgreich beschreiten zu können. Daher wurde das Netzwerk gegründet mit dem Ziel, die infrastrukturellen Bedingungen und damit den Alltag und die Gesundheit der Ein-Eltern-Familien zu verbessern. Themen, wie Wohnungsmarkt, Kinderbetreuung, Stigmatisierung, Gesundheit sowie Berufsausbildung und Arbeit rücken in den Fokus der Akteur*innen.

Beeindruckend war die Vielfältigkeit der Teilnehmer*innen, fast alle Familienzentren, viele freie Träger, die Familien oder Frauen beraten, Mitarbeiter*innen des Bezirksamtes und des Jugendamtes sowie der Agentur für Arbeit diskutierten und arbeiteten engagiert an Thementischen.

Erste Ideen zur Unterstützung der Ein-Eltern-Familien sollen nun von der Koordinatorin gebündelt und in Maßnahmen formuliert werden.

Die Koordinierungsstelle für Ein-Eltern-Familien

Das Netzwerk für Alleinerziehende ist ein Kooperationsprojekt mit vielen Akteur*innen und Partner*innen aus Bezirksamt, freien Trägern, Politik und Unternehmen und seit November 2020 im Bezirk Tempelhof-Schöneberg bei LIFE e.V. verankert.

Berlin ist eine Stadt mit vielen Alleinerziehenden. In rund 30% aller Berliner Familien werden Kinder von nur einem Elternteil großgezogen. Der gesellschaftliche Zuspruch und die Wertschätzung für Alleinerziehende steigt, dennoch sind Ein-Eltern-Familien an vielen Stellen immer noch benachteiligt. Daher freuen wir uns über das entstehende Netzwerk für Alleinerziehende, dass berlinweit in jedem Bezirk durch bezirkliche Koordinator*innen aufgebaut wird.

 

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler zum Projektstart:

„Ich freue mich sehr, dieses wichtige Projekt noch in diesem Jahr vorangebracht zu haben.
Ein-Eltern-Familien stehen vor den gleichen Herausforderungen wie alle Familien, dabei haben sie oft weniger Ressourcen, besonders zeitliche.
Daher sind die Bündelung der Angebote und das Erreichen der Zielgruppe die Kernanliegen für das Jahr 2021.“

Unsere wichtigsten Anliegen sind, die Themen der Ein-Eltern-Familien mehr in den Fokus der gesellschaftlichen Verantwortung zu rücken, die strukturelle Ungerechtigkeit zu beseitigen und eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Das Netzwerk für Alleinerziehende in Tempelhof-Schöneberg möchte alle alleinerziehenden Mütter und Väter in ihrem Alltag unterstützen und entlasten, die bezirkliche Infrastruktur verbessern und den lokalen Bedarfen anpassen.
Dafür wollen wir bestärkende, unterstützende und informative Angebote, insbesondere zu den Themen (Wieder-) Einstieg in den Beruf, (Teilzeit-) Ausbildung oder Schule, Vereinbarkeit Familie und Beruf, Kinderbetreuung, Finanzen, Wohnen und Gesundheit sichtbar machen, weiterentwickeln und neu etablieren.
Wir vernetzen Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Trägern, bündeln Ressourcen, machen Angebote sichtbar sowie untereinander bekannt und schaffen neue. Ziel ist dabei, die Besonderheit der individuellen Lebenslagen Alleinerziehender zu berücksichtigen.

Die Koordinierungsstelle für Alleinerziehende in Tempelhof-Schöneberg

  • vernetzt alle im Bezirk, die sich für Ein-Eltern-Familien einsetzen;
  • bündelt bestehende Informationen und bezirkliche Angebote für Alleinerziehende;
  • macht Angebote für Alleinerziehende im Bezirk systematisch bekannt;
  • wirkt durch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und örtlichen Unternehmen Stigmatisierungen und Vorurteilen entgegen;
  • stellt Kontakte zwischen Alleinerziehenden und Unternehmen her;
  • initiiert bedarfsgerechte Angebote und regt den Erfahrungsaustausch zwischen den jeweiligen Institutionen an;
  • wirkt an der Interessensvertretung der Alleinerziehenden auf Bezirks- und Landesebene mit.

Das Projekt „Koordinierungsstelle Alleinerziehende Tempelhof-Schöneberg“ wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung.