Mehrweg statt Einweg

Müllreduzierung im Lebendigen Zentrum Turmstraße

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Abfall in den Straßen der Großstädte (Litter) zunehmend zu einem normalen Anblick entwickelt. Besonders auffällig ist die Zunahme von Takeaway-Müll wie Pizzakartons, Coffee-To-Go-Bechern und Styroporverpackungen für das Essen unterwegs. Durch ihre Größe verstopfen sie besonders schnell die öffentlichen Mülleimer und bilden einen wesentlichen Teil des sogenannten „Flugmülls“. Neben den wachsenden Kosten für die Reinigung kommt z.B. hinzu, dass die unsachgemäße Entsorgung von Abfall wie Coffee-To-Go-Bechern und Takeaway-Verpackungen vom Außerhaus-Konsum zur Verbreitung von Mikroplastik und giftigen Stoffen führt, die die Gesundheit beeinträchtigen.

Berlin-Mitte steht als Teil einer wachsenden Millionenstadt vor diesen Herausforderungen und der Aufgabe, eine zukunftsfähige ökologische Struktur und ein ebensolches Miteinander der Bewohner*innen zu gestalten. Die Themen Müll und Vermüllung rücken immer stärker in den Fokus. Eng mit ihnen verbunden sind die Herausforderungen von Ressourcen- und Klimaschutz und des Aufbaus kreislaufwirtschaftlicher Strukturen.

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Mehrweg-Pool-Anbieter*innen auf dem Markt, die eine funktionierende Alternative zum Einweg-Angebot bieten. Auch die Akzeptanz eigens mitgebrachter Behälter ist eine Möglichkeit zur Mehrwegförderung. Unternehmen wie Verbraucher*innen müssen das für sich passende Angebot identifizieren und annehmen.

Die Turmstraße geht den Mehr-Weg!

Seit März 2022 wird das Projekt „Mehrweg statt Einweg – Müllreduzierung im Lebendigen Zentrum Turmstraße“ im Gebiet der Moabiter Turmstraße fortgesetzt, das zuvor im Gebiet um die Spandauer Vorstadt und Friedrichstraße in Berlin-Mitte gestartet war. Mit einem multikulturellen Team werden alle Gastronomie-Betriebe im Projektgebiet auf die Mehrwegangebotspflicht ab 2023 vorbereitet, bei der Umstellung auf Mehrweg unterstützt und in spannende Kiez-Aktionen mit eingebunden. Neben den ansässigen Gastronomie-Betrieben sollen auch die Anwohner*innen für die Mehrwegnutzung begeistert werden, um die Mehrwegnutzung für alle Seiten attraktiv und einfach zu gestalten. Insgesamt können so wertvolle Ressourcen für Einweg-Verpackungen beim Außerhaus-Konsum von Speisen und Getränken eingespart und der Kiez mit seinen Straßen, Parks und öffentlichen Plätzen vom Müll befreit werden.

Wann, wenn nicht jetzt?

In den letzten Jahren sind viele beunruhigende Fakten zu den Auswirkungen von Einwegverpackungen beim Außerhaus-Konsum auf den Tisch gelegt worden. Gleichzeitig wurden für den Einsatz von Mehrwegverpackungen im To-Go-Bereich konkrete Lösungsansätze für eine Mehrwegkultur erarbeitet. Plastikvermeidung war noch nie so weit oben auf der politischen Agenda! Das Bundesumweltministerium hat das Verbot für Plastiktüten an der Ladenkasse bereits auf den Weg gebracht, seit Juni 2021 gilt außerdem ein Einwegkunststoffverbot für bestimmte Kunststoffe und ab Januar 2023 sind gastronomische Betriebe mit einer Ladenfläche von über 80m² und mehr als 5 Mitarbeitenden dazu verplichtet, zusätzlich zur Einweg-Verpackung auch ein Mehrwegangebot zu unterbreiten. Machen Sie mit und schützen Sie das Klima durch Reduzierung von Einwegverpackungen!

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen Mehrwegangebote einführen möchten oder eine gute Idee für Mehrweglösungen beim Außerhaus-Konsum haben, melden Sie sich bei uns. Im Kasten rechts finden Sie unsere Kontaktdaten sowie weiterführende Links.

 

Aktuelles

Moabiter Kiezfest 2022

Am 10.09.2022 werden wir auf dem Moabieter Kiezfest 2022 vertreten sein. Das Moabiter Kiezfest ist das Highlight des Jahres im Aktiven Zentrum Turmstraße. Lokal! kreativ! bunt! – Motto und Anspruch zugleich für ein qualitativ hochwertiges und abwechslungsreiches Stadtteilfest am Rathaus Tiergarten.


„Mehrweg statt Einweg – Müllreduzierung im Lebendigen Zentrum Turmstraße“ ​ist ein Projekt des Bezirksamtes Mitte von Berlin, umgesetzt durch LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit.
Gefördert durch die Programme Wirtschaftsdienliche Maßnahmen (WDM) und Lebendige Zentren und Quartiere