Frisches buntes Gemüse in einer Mehrwegbox

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Klimaschutz is(s)t Mehrweg

Projektlaufzeit: August 2019 – Juli 2022

Mit unserem Mehrweg-Projekt Klimaschutz is(s)t Mehrweg zeigten wir vielseitige Mehrweg-Lösungen für Takeaway-Angebote, informierten Nutzer*innen und Betriebe und installierten ein bundesweites Netzwerk.

 

Mehrweg schützt das Klima

In dem Klimaschutz-Projekt schärften wir das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Mehrwegverpackungen im Takeaway, denn der Konsum von Takeaway-Produkten steigt. Das führt zu einem wachsenden Berg von vermeidbaren Einweg-Verpackungen aus Alu-Assietten, beschichteten Pappboxen und Plastikschüsseln. Zudem spricht der hohe Energie- und Ressourcenverbrauch für die Herstellung und den Transport der Verpackungen und der damit verbundene Ausstoß an Treibhausgasen gegen Einweg-Verpackungen. Dazu haben wir ein bundesweites Mehrweg-Netzwerk aufgebaut.

Unser Netzwerk „Essen in Mehrweg“

In einem bundesweiten Netzwerk haben wir uns online über Erfahrungen, Praxisbeispiele und Hintergrundinformationen ausgetauscht. In allen Foren boten wir ein abwechslungsreiches Programm mit fachlichen Inputs, Workshops und Vernetzungsmöglichkeiten an. Dazu gehörten Einblicke in die Modellregionen, die kooperierenden Betriebe in Berlin und Bremen sowie bei Pool-Systemanbieter*innen.
Mehr Informationen zu unseren Netzwerk-Veranstaltungen finden Sie hier.

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Bundesweite Aktionstage

Mit bundesweiten Aktionstagen 2021 und 2022 machten wir auf die schlechte Umweltbilanz der Takeaway-Verpackungen aufmerksam. Gemeinsam mit Städten, Kommunen, Initiativen und Unternehmen überzeugten wir an mehreren Aktionstagen Kund*innen von Mehrwegverpackungen. Viele gastronomische Betriebe, von Cafés, Imbissen bis hin zu Restaurants, unterstützten unsere Infotage, indem sie Mehrwegbehälter anboten. Entweder füllten sie in mitgebrachte Gefäße oder Lösungen aus Pool-Systemen, die sie zum Ausleihen anboten. Unsere Partner*innen in verschiedenen Städten und Kommunen veranstalteten weitere Aktionen, um die Kund*innen zur Nutzung von Mehrwegangeboten der Gastronomiebetriebe anzuregen.

 

 

Gastro stützen, Klima schützen

Unter diesem Motto riefen wir Verbraucher*innen dazu auf, Mehrweglösungen statt Einweg-Verpackungen zu verwenden. Dadurch schützten sie das Klima und unterstützten gleichzeitig die Gastronomie in der angespannten Corona-Situation. Den Gastronomiebetrieben stellten wir dabei kostenloses Werbematerial zur Verfügung.

 

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Unsere Mehrwegkiste bestand den Praxistest

Wir stellten den Mitarbeitenden des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg eine Mehrwegkiste mit unterschiedlichen Mehrwegbehältern zur Verfügung. In ihrer Mittagspause testeten sie die Mehrwegbehälter in den anliegenden Gastronomiebetrieben. 15 Restaurants füllen seitdem die mitgebrachten Gefäße ihrer Kundschaft.

 

Trotz Corona erprobten wir den Mehrweg

Auch während der Corona-Krise durften die Betriebe die mitgebrachten Mehrwegbehälter ihrer Kundschaft füllen. Dazu mussten bestimmte Regeln eingehalten werden, über die der Lebensmittelverband Deutschland in einem Hygieneleitfaden informierte. Mit einem Merkblatt und einer Abbildungsübersicht gaben wir dem Verkaufspersonal zusätzlich konkrete Tipps.

 

Ein Frau übergibt ihrer Kundin Mehrwegbehälter durch das offene Fenster

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Unser Erfolg: 280.000 Verpackungen weniger im Projektzeitraum

In drei deutschen Regionen gewannen wir trotz der Pandemie über 60 unterschiedliche gastronomische Betriebe für die Einführung von Mehrweglösungen. Dabei berücksichtigten wir unterschiedliche Konsument*innen-Gruppen wie Schüler*innen oder Angestellte, sowie besondere Takeaway-Anforderungen in Markthallen und sparten alleine im Projektzeitraum mehr als 280.000 Verpackungen ein.

 

Unser Ziel: Mehrweg weiter ausdehnen

In einer umfassenden Studie erhoben wir Daten zu Umwelt- und Klimaauswirkungen von Mehrwegangeboten und zum Nutzungsverhalten im Takeaway. Die Erhebung liefert wichtige Informationen für potenzielle Nachahmer*innen und steht neben anderen hilfreichen Tipps auf dem Webportal weiterhin zum Download zur Verfügung.

 

Verpackungsnovelle 2023

Ab Januar 2023 trat in Deutschland eine Mehrwegangebotspflicht für Restaurants, Bistros und Cafés in Kraft. Damit sollen weniger Einwegverpackungen aus Kunststoff für Essen und Getränke zum Mitnehmen verbraucht werden. Wir haben uns über diesen Gesetzesvorstoß gefreut. Wir unterstützten die gastronomischen Betriebe mithilfe eines FAQs zur Mehrwegangebotspflicht und einem Infoblatt in vier Sprachen, das die neuen Regeln übersichtlich erklärt.


Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages (Förderkennzeichen: 03KF0097A-C).