Klimaschutz is(s)t Mehrweg

Das Projekt erprobt modellhaft Mehrweg-Take-away-Lösungen für verschiedene Konsument*innen-Gruppen, multikulturelle Gastronomien und Verkaufssituationen und animiert mit Aktionstagen und über ein bundesweites Netzwerk zur bundesweiten Nachahmung und Verbreitung.

Einweg schadet dem Klima

Der Außerhauskonsum von Take-away-Konsum hat sich in fast allen Bevölkerungsgruppen etabliert und nimmt stetig zu. Ein stetig wachsender Berg an vermeidbaren Einwegverpackungen aus Aluassietten, beschichteten Pappboxen und Plastikschüsseln sind die Folge. Der Energie- und Ressourcenverbrauch der bei der Herstellung und dem Transport der Verpackungen entsteht und der damit verbundene Ausstoß an Treibhausgasen stehen in keinem Verhältnis zu der nur wenige Minuten andauernden Nutzung. Die Notwendigkeit einer Substitution von Einweg- zu Mehrwegverpackung für den Take-away-Konsum ist offensichtlich und wird gezielt mit dem Projekt angegangen.

Lösungen für Nachahmungen

In drei deutschen Regionen werden über 60 multikulturelle gastronomische Betriebe bei der Einführung von Mehrweglösungen unterstützt. Dafür werden verschiedene Konsument*innengruppen wie Schüler*innen oder Arbeitslunch-Konsument*innen, aber auch besondere Take-away-Situationen wie in Markthallen berücksichtigt. Durch die verschiedenen Aktivitäten sollen so Innerhalb der Projektlaufzeit ca. 280.000 Verpackungen und deren Treibhausgasemissionen eingespart werden.

Praktikable Lösungen werden herausgearbeitet, für Gastronomie und Konsument*innen sichtbar gemacht und in ein bundesweites Akteursnetzwerk mit Multiplikator*innen z.B. aus Unternehmensverbänden und Einkaufcentern, Umweltorganisationen und Vertreter*innen von Kommunen eingespeist. So sollen neben bundesweiten Aktionstagen und einer begleitenden Öffentlichkeitsarbeit die Informationen und Ergebnisse verbreitet und zur Nachahmung animiert werden.

Eine umfassende Studie soll Datenlücken wie zu Umwelt- und Klimaauswirkungen und zum Nutzungsverhalten im Take-away-Bereich schließen und dem Projekt sowie potentiellen Nachahmer*innen wichtige Informationen liefern. Sie wird neben anderen hilfreichen Tipps und Informationen zu Mehrweg im Take-away-Konsum der Öffentlichkeit auf dem Webportal zugänglich gemacht.

Wesentliche Arbeitspakete und Meilensteine im Überblick:

  • Aufbereitung der Grundlagen des Take-away-Konsums in einer Studie, z. B. zu Anforderungen und Hemmnissen, Umwelt- und Klimaauswirkungen sowie Best-Practice Beispielen
  • Regionale Praxiserprobungen
  • Mehrweg-Individualsysteme für Gastronomie mit unterschiedlicher kulturell-kulinarischer Ausrichtung (Berlin)
  • Mehrweg-Poolsystem für Belegschaften/ Lunchkonsument*innen (Berlin)
  • Mehrweg-Poolsystem für eine Markthalle (Bremen)
  • Mehrweg-Individualsystem für Gastronomien mit unterschiedlicher kulturell-kulinarischer Ausrichtung, darunter Küchen mit Suppenangebot (Bremen)
  • Mehrweglösungen U30: zielgruppengerecht kommuniziert
  • Aufbau eines Webportals mit umfassenden Informationen zum Thema Mehrweg-Take-away
  • Entwicklung eines bundesweiten Akteursnetzwerkes
  • Initiierung überregionaler Mehrweg-Take-away-Aktionstage
  • Erstellung eines Online-Seminars, Informationsmaterialien und einer Broschüre zum Thementransfer

LIFE e.V. setzt das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) – Landesverband Bremen e.V. und dem ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung gGmbH (Hannover) um.


Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.