Blick von oben auf eine bunte Menschengruppe bei der Eröffnung eines Kiezgartens

© Kiezkollektiv e.V.

Stadteilgrün und Umweltgerechtigkeit im Donaukiez

Wir machen den Donaukiez grüner und gestalten mit dem Kiezgarten einen neuen Ort für mehr Umweltgerechtigkeit im Quartier.

Besser atmen im Grünen

Gemeinsam mit Akteur*innen und Bewohner*innen verbessern wir vorhandene Freiflächen und die Umweltsituation in einem mehrfach schwerbelasteten Kiez. Zusammen planen und gestalten wir öffentlich zugängliche Orte. Das Besondere dabei ist der partizipative Ansatz, von der Planung über Bau und Gestaltung bis hin zur Nutzung gestalten Umwelt-Akteur*innen, Gruppen und Bewohner*innen diesen Prozess von Anfang an mit.

Ausruhen und erholen im Kiezgarten

Konkret schaffen mit dem Kiezgarten einen neuen Ort im Quartier zur Erholung und für nachbarschaftliches Zusammenleben, gleichzeitig gestalten wir dabei ein Nachbarschaftsnetz für die notwendige Pflege und Betreuung des Gartens. Besonders wichtig sind die Grün- und Freiflächen für die Optimierung des Mikroklimas und für die Verbesserung nachbarschaftlicher Begegnung, abseits von kommerziellen Angeboten.

Tauschen und Wiederverwenden mit dem Donaueck

Mit dem Donaueck schufen wir ein Tauschregal für die Nachbarschaft. Die Anwohnenden und Institutionen betreuen es und viele Menschen in dem Quartier nutzen den Tauschplatz. Während des ersten Lockdowns 2020 war das Eck zunächst eine Info- & Austauschsäule für den Kiez. Heute warten hier alte und neue Schätze – ganz im Sinne des Re-use und Re-cycling.

Mehr Umweltgerechtigkeit für den Donaukiez

Die Folgen des Klimawandels beeinflussen das Leben in der Stadt und ihre Bewohner*innen spüren die Klimaauswirkungen unterschiedlich stark, je nachdem wo sie wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen – eine Frage der Umweltgerechtigkeit.

Im Quartier Donaustraße-Nord, einem hochverdichteten Gründerzeit-Quartier treffen sehr viele negative Umwelteinflüsse aufeinander. Es gibt keine öffentlichen Grünflächen und nur wenig privates Grün, versteckt in einigen Hinterhöfen. Das führt im dicht bebauten Donau-Quartier zu einer besonders schlechten Luftqualität. Im Sommer liegt die Belastung durch Hitze sehr viel höher als in anderen Stadteilen und die großen Straßen verursachen Lärm und Feinstaub.


Im Umweltatlas des Senats ist das Quartier als „mehrfachbelastet“ ausgewiesen und sticht besonders hervor: Umweltgerechtigkeit ist in diesem Quartier nicht gegeben, seine Bewohner*innen sind zudem häufig sozial benachteiligt und können den negativen Umwelteinflüssen nicht entgehen.

 

Das Quartier Donaukiez Nord
(Quelle: Geoportal Berlin / Karte von Berlin 1:5000 K5 – Grautonausgabe)


Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat und das Land Berlin im Rahmen der Zukunftsinitiative Stadtteil, Programm Soziale Stadt