Chancengleichheit macht mobil für Umweltschutz

​Geschlechtergerechte Projekte für die Mobilitätswende

Die Verkehrswende muss kommen – so viel ist klar.

Denn aktuell stößt der Verkehr nicht nur CO2 aus und treibt somit den Klimawandel voran, er emittiert auch Schadstoffe, verursacht Lärm und Stress, gefährdet Verkehrsteilnehmer*innen. Luftverschmutzung, Lärmbelastung, Flächenverbrauch, Unfälle – das alles verringert unsere Lebensqualität und belastet den Planeten.

Wir brauchen eine Mobilitätswende, die sich sowohl an Nachhaltigkeitsaspekten als auch an sozialer Gerechtigkeit orientiert.

Die Erreichbarkeit von unseren Zielen im Erwerbsalltag, im Versorgungsalltag oder in der Freizeit sind wesentlich für unsere soziale Teilhabe. Neben ökologischen Aspekten muss deshalb immer auch der gleichberechtigte Zugang zu Mobilität und besonders Chancengerechtigkeit berücksichtigt werden.
Eine wichtige Dimension spielt dabei Geschlechtergerechtigkeit. Häufig fehlt bei Anstrengungen für eine Mobilitätswende das Wissen und eine Vorstellung von Gendergerechtigkeit in der Mobilität. Vor allem gibt es wenig handlungsleitendes Praxis-Wissen, um Geschlechtergerechtigkeit ausreichend in der Mobilität zu berücksichtigen.

Orientierung für Praxis-Projekte

In Ergänzung zu Analysen über geschlechterdifferenzierte Mobilitätsbedürfnisse wird dringend eine Sammlung konkreter Praxis-Projekte als handfeste Orientierungshilfe benötigt, die zeigt, wie soziale Aspekte und im Besonderen die Genderdimension in der Praxis berücksichtigt, gerechte Teilhabe gefördert und Umweltfolgen verringert werden können. Diese Lücke will das Projekt schließen, indem erprobte gender- und sozialgerechter Mobilitätsprojekte sichtbar gemacht und an Verkehrsakteur*innen zur praktischen Umsetzung weitergeben werden.

Vorstellung gendergerechter Mobilitätslösungen: Lunchtalkreihe und gerecht mobil Broschüre

Von Juni bis September 2021 wurde der gerecht mobil Wettbewerb für gendergerechte urbane und ländliche Mobilitätslösungen ausgerufen. Mobilitätsprojekte, die Gendergerechtigkeit in ihrer Umsetzung berücksichtigen, wurden von einer Jury ausgezeichnet.

Diese good practice Projekte werden ab von Februar bis März 2022 in wöchentlichen Lunchtalks vorgestellt, hier geht es zur Anmeldung. Die Veranstaltungen stehen auf dem Youtube-Kanal von LIFE e.V. zur Verfügung. Alle ausgezeichneten Projekte werde außerdem in der Broschüre Gerecht mobil. Gendergerechtigkeit in der Praxis vorgestellt. Diese liefert Hintergrundwissen zum Gender und Mobilität und zeigt ganz praktisch anhand der Good Practice Projekte, wie eine gerechtere Mobilität auf verschiedenen Ebene umgesetzt werden kann. Die Broschüre steht hier zum download zur Verfügung und erscheint im März in Print.


Das Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.