Chancengleichheit macht mobil für Umweltschutz

Geschlechtergerechte Projekte für die Mobilitätswende

Die Verkehrswende muss kommen – so viel ist klar.

Denn aktuell stößt der Verkehr nicht nur CO2 aus und treibt somit den Klimawandel voran, er emittiert auch Schadstoffe, verursacht Lärm und Stress, gefährdet Verkehrsteilnehmer*innen. Luftverschmutzung, Lärmbelastung, Flächenverbrauch, Unfälle – das alles verringert unsere Lebensqualität und belastet den Planeten.

Wir brauchen eine Mobilitätswende, die sich sowohl an Nachhaltigkeitsaspekten als auch an sozialer Gerechtigkeit orientiert.

Die Erreichbarkeit von unseren Zielen im Erwerbsalltag, im Versorgungsalltag oder in der Freizeit sind wesentlich für unsere soziale Teilhabe. Neben ökologischen Aspekten muss deshalb immer auch der gleichberechtigte Zugang zu Mobilität und besonders Chancengerechtigkeit berücksichtigt werden.
Eine wichtige Dimension spielt dabei Geschlechtergerechtigkeit. Häufig fehlt bei Anstrengungen für eine Mobilitätswende das Wissen und eine Vorstellung von Gendergerechtigkeit in der Mobilität. Vor allem gibt es wenig handlungsleitendes Praxis-Wissen, um Geschlechtergerechtigkeit ausreichend in der Mobilität zu berücksichtigen.

Orientierung für Praxis-Projekte

In Ergänzung zu Analysen über geschlechterdifferenzierte Mobilitätsbedürfnisse wird dringend eine Sammlung konkreter Praxis-Projekte als handfeste Orientierungshilfe benötigt, die zeigt, wie soziale Aspekte und im Besonderen die Genderdimension in der Praxis berücksichtigt, gerechte Teilhabe gefördert und Umweltfolgen verringert werden können. Diese Lücke will das Projekt schließen, indem erprobte gender- und sozialgerechter Mobilitätsprojekte sichtbar gemacht und an Verkehrsakteur*innen zur praktischen Umsetzung weitergeben werden.

Wettbewerb für gendergerechte Mobilitätslösungen

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist ein Wettbewerb für gendergerechte urbane und ländliche Mobilitätslösungen. So sollen die Praxisprojekte gesammelt und bundesweit verbreitet werden. Verkehrsakteuren wird ein Praxis-Werkzeug gegeben, das ihr Verständnis stärkt, wie gendergerechte Mobilitätslösungen aussehen und Umwelt- und Klimaschutz fördern. Die Zielgruppe sind neben den Projekten kommunale und private Verkehrsplaner*innen/-umsetzer*innen, Fach- und Arbeitskreise.


Das Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. 

    

 

 

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