Müllgipfel 2.0 und Schulwettbewerb in Berlin-Mitte: Gemeinsam für einen sauberen und lebenswerten Bezirk
Müllgipfel 2.0: Dialog, Ideen und Verantwortung
Organisiert von LIFE trafen sich am 21. November Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger, Bezirksstadtrat Christopher Schriner, engagierte Anwohner*innen und lokale Initiativen in den Räumen der Kornelius-Kirchengemeinde, um über die Umfrageergebnisse zur Müllsituation im Parkviertel zu diskutieren. Über 170 Teilnehmende suchten Antworten auf die Fragen: Was braucht es, damit das Parkviertel und der Bezirk Mitte, sauberer und lebenswerter wird? Und: Was braucht Berlin auf den Weg zur Zero Waste Hauptstadt?
Müllhotspots in Mitte
Eine Befragung von Berliner*innen aus dem Parkviertel am Schillerpark und dem Stadtteil Mitte, die von Mai bis September 2025 durchgeführt wurde, zeigte, welche Orte ein besonders hohes Abfall-Aufkommen aufweisen: Gehwege, Spielplätze, Mülleimer, Glas- und Altkleidercontainer, Bushaltestellen sowie Bahnhöfe und Gleise. Hier ärgern sich die Anwohnenden besonders über Plastikverpackungen, Flaschen, Autoreifen und Sperrmüll. Die Umfrage zeigte außerdem ein großes Interesse an Veränderung und auch die Bereitschaft dafür selber aktiv zu werden.
Müll als Wertstoff
Die Umfrageergebnisse wurden in World-Café-Diskussionen aufgegriffen, in denen Teilnehmer*innen ihre Beobachtungen aus dem Alltag teilten und kreative Lösungsansätze entwickelten. Im Gespräch wurde erkannt: Müll sollte gar nicht erst auf der Straße landen. Darum wurde beispielsweise eine Verpackungssteuer vorgeschlagen oder eine Erhöhung der Abfall-Entsorgungsgebühren. Stadtrat Schriner betonte: „Wichtig wäre, Müll entsteht gar nicht erst, sondern wird als Wertstoff betrachtet und behandelt.“

© Life Bildung Umwelt Chancengleichheit
Zero Waste Center in jedem Bezirk
Zwar ist das Müll-Problem in Mitte berlinweit am größten – darauf folgen Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg – es ist aber auch ein stadtweites Ärgernis, weshalb auch eine berlinweite Lösung benötigt wird. „Wir müssen in ganz Berlin was tun, beispielsweise mit Zero-Waste-Centern in jedem Bezirk. Die Nachfrage und der Wunsch nach Veränderung ist groß, das zeigte sich in der Umfrage und auch bei anderen Informationsformaten wie dem Müllfest“, so Martina Bergk, Geschäftsführerin von LIFE.
Gesicherter Finanzierungsrahmen
Von der Verbesserung der Müllentsorgung über die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls bis hin zu konkreten Projekten – die Ideen waren vielfältig und zeigten: Ein sauberes Mitte gelingt nur gemeinsam. Doch damit aus Ideen Wirklichkeit wird, braucht es mehr als gute Vorsätze: Verlässliche Finanzierung und langfristige Unterstützung für Initiativen.

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Veränderung braucht Dialog und Umsetzung
Ein herzliches Dankeschön von LIFE an alle, die sich an diesem Gipfel beteiligten, der Kornelius-Kirchengemeinde, dem Müllmuseum Soldiner Kiez, der Schildkröte GmbH und den Kiezläufern, der BSR, dem World CleanUp Day und dem Büro für Bürgerbeteiligung in Mitte. Und an alle Engagierten und Interessierten, die Verantwortung übernehmen und sich aktiv für ihr Viertel und ihren Bezirk einsetzen. Der Müllgipfel 2.0 hat einmal mehr bewiesen: Veränderung beginnt im Dialog und im gemeinsamen Handeln.
Feierliche Preisverleihung des Schulwettbewerbs „Mitte Macht Sauber“

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Im Rahmen der Kampagne #MitteMachtSauber des Bezirksamtes Mitte von Berlin wurden vor dem Müllgipfel die Preisträger*innen des Schulwettbewerbs „Mitte Macht Sauber“ gefeiert. Der Wettbewerb, umgesetzt durch LIFE, würdigte die kreativen und engagierten Projekte von Schüler*innen aus Berlin-Mitte. Sie erzielten jeweils den ersten Platz in vier Wettbewerbskategorien. Im Fokus standen dabei Müllvermeidung, Nachhaltigkeit und innovative Ideen, um den Bezirk sauberer und bewusster zu gestalten.
Die Sieger*innen und ihre Projekte
Die Jury aus Expert*innen aus Politik und Zivilgesellschaft – Stefanie Remmlinger (Bezirksbürgermeisterin), Benjamin Fritz (Bezirksschulstadtrat), Mara Höhl (LIFE), Eileen Lampert (Türkischer Bund Berlin-Brandenburg) und Lena Reich (Müllmuseum Soldiner Kiez) – bewertete die Beiträge und gratulierte den Gewinner*innen.
Preisträgerin in der Kategorie Kunst: Klasse 5a der Papageno-Grundschule
In der Kategorie Kunst ging der erste Platz an die Kunstklasse 5a der Papageno-Grundschule. Die Schüler*innen gestalteten farbenfrohe GIFs, die zeigen, wie Müll unsere Umwelt beeinflusst und wie man richtig mit Müll umgeht. Die Animationen verbinden kreative Gestaltung mit klaren Botschaften zur Mülltrennung und Nachhaltigkeit.
Die Jury stellte fest:
„Ihr habt tolle, kurze GIFs erstellt, die sofort zeigen, worum es geht! Die Bilder und Texte sind ehrlich, klar und auch lustig – das gefällt uns sehr. Besonders beeindruckt hat uns, wie ihr eure eigenen Ideen in den Mittelpunkt gestellt habt.“
(Klicke auf das Bild, um das Video zusehen)
Preisträgerin in der Kategorie Performance: Klasse K5/6 der Albert-Gutzmann-Grundschule
In der Kategorie Performance erhielt die Klasse K 5/6 der Albert-Gutzmann-Grundschule den ersten Preis. Die Schüler*innen sammelten Müll-Fundstücke und gestalteten daraus kreative Upcycling-Figuren, die sie in einem Video zum Leben erweckten. Ergänzt wurde das Projekt durch eine Plakataktion, die im Kiez auf Müllvermeidung aufmerksam machte.
Die Jury lobte den Beitrag:
„Eure Upcycling-Figuren sind richtig kreativ und machen sofort gute Laune! Im Video erzählen sie Geschichten und zeigen, wie viel Spaß Nachhaltigkeit machen kann. Die Kombination aus Kunst, digitaler Verarbeitung und Aktivismus ist großartig.“
(Klicke auf das Bild, um das Video zusehen)
Preisträgerin in der Kategorie Upcycling: 5.& 6. Klasse der GutsMuths-Grundschule
In der Kategorie Upcycling war der Wahlpflichtkurs “Zukunft leben, Zukunft gestalten” der 5.& 6. Klasse der GutsMuths-Grundschule vorne. Die Schüler*innen sammelten Müll und bastelten daraus eine auffällige Upcycling-Figur. Sie führten Interviews mit Mitschüler*innen und Passant*innen und präsentierten ihre Ergebnisse sogar im Schüler*innenparlament.
Die Jury-Stimme dazu:
„Eure Upcycling-Figur ist groß und auffällig – niemand kann daran vorbeigehen! Besonders toll ist, dass ihr nicht nur kreativ wart, sondern auch andere zum Nachdenken gebracht habt. Die Präsentation im Schüler*innenparlament zeigt, wie wichtig euch das Thema ist.“
(Klicke auf das Bild, um das Video zusehen)
Preisträgerin in der Kategorie Clean-Ups: Klasse 5b der Grundschule am Koppenplatz
In der Kategorie: Clean-Ups ging der erste Platz an die Klasse 5b der Grundschule am Koppenplatz. Die Klasse organisierte ein großes Clean-Up auf einem Spielplatz im Kiez und übernahm Patenschaften für Hochbeete. Ihr Engagement zeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen.
Die Meinung der Jury:
„Ihr habt dort angefangen, wo es sichtbar ist – direkt vor eurer Schule! Euer Einsatz für die Beete und das Müllsammeln ist ein tolles Vorbild. Ihr zeigt: Jede*r kann mitmachen!“
(Klicke auf das Bild, um das Video zusehen)
Engagement, das hoffentlich Schule macht
Der Schulwettbewerb „Mitte Macht Sauber“ hat gezeigt, wie viel Kreativität und Tatkraft in den Schulen Berlins steckt. Die prämierten Projekte sind nicht nur inspirierend, sondern setzen wichtige Impulse für mehr Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein im Bezirk.
Der Gipfel und der Schulwettbewerb sind Teil der Kampagne #mittemachtsauber des Bezirksamtes Mitte von Berlin, gefördert durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klima und Umwelt und umgesetzt durch LIFE Bildung Umwelt Chancengleichheit.







