Equal Care Day

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Wäsche waschen, kochen, einkaufen, sich um Angehörige kümmern – ohne diese alltäglichen Arbeiten würde in unserer Gesellschaft nichts laufen und dennoch werden sie wenig wertgeschätzt.

Zu einem großen Teil sind es Frauen, die diese Arbeit leisten, und das in aller Regeln auch noch unentgeltlich oder unterbezahlt. Die private Sorgearbeit stellt für viele von ihnen eine Zusatzbelastung zur Erwerbsarbeit dar und ist ein wesentlicher Grund dafür, weshalb Frauen häufig in Teilzeit arbeiten.

Der Gender Pay Gap – die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen – kommt somit auch durch die ungleiche Verteilung der Sorgearbeit zustande. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie von Oxfam kümmern sich Frauen und Mädchen weltweit jeden Tag 12,5 Milliarden Stunden um andere, ohne dafür entlohnt zu werden.

Auch in Deutschland sieht die Verteilung nicht besser aus:  Hier leisten Männer in 4 Jahren so viel unbezahlte Sorgearbeit, wie Frauen in einem Jahr. In jedem Schaltjahr – am 29. Februar – findet daher der Equal Care Day statt. Er macht auf die mangelnde Wertschätzung und die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit aufmerksam. Wir können diese Ungleichheit überwinden, indem wir politische Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf einfordern, aufhören Sorgearbeit gegenüber Lohnarbeit gesellschaftlich abzuwerten, Sorge- und Pflegetätigkeiten besser bezahlen und in unserem eigenen Umfeld fragen:
Do you equal care?

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