Tatort Umwelt – mit bunten Flecken gegen den Müll in Spandau

Bunte Kreise machten den Müll, der auf den ersten Blick nicht zu sehen ist und dennoch in der Masse eine ganze Menge ausmacht, sichtbar:
Ausgerüstet mit Sprühkreide und in auffälligen Overalls mit der Aufschrift „Tat-Ort Umwelt“ auf dem Rücken zogen kleine Gruppen vom 08.05. bis 16.5.2019 los, um achtlos fallen gelassenes Papier, einmal benutzte Kaffeebecher, herumfliegende Plastiktüten oder Zigarettenkippen in pink, blau und grün z.B. auf einem Platz am Rathaus Spandau zu markieren. Das Ziel war es, den Müll sichtbar zu machen und nicht zu sammeln. Dennoch haben einige teilnehmenden Gruppen neben dem Sprühen den Müll auch gesammelt.

Die Spraydosen sind treibgasfrei und die Sprühfarbe ist ebenso wie Straßenmalkreide für Kinder schadstofffrei und biologisch abbaubar.

Eine kreative Kampagne mit breiter Außenwirkung

Mit dem Slogan „Mach bunt, was dich stört“ war es das Ziel, das Umweltbewusstsein zu stärken und an die Mitverantwortung der Menschen für das Erscheinungsbild öffentlicher Räume zu appellieren.

Vor Ort sorgte die Aktion schnell für Aufmerksamkeit: Neugier und Verwunderung waren ein willkommener Anlass, um mit den Menschen auf der Straße ins Gespräch zu kommen und sie für das Thema zu sensibilisieren. Flyer mit Zusatzinformationen und Fakten zum Thema Müll und Müllvermeidung unterstützten die Diskussionen.
Da die Flecken längere Zeit sichtbar waren, blieb das Thema auch über den Aktionszeitraum präsent. Auf einer Karte wurden 28 Orte vom Falkenhagener Feld bis zur Wilhelmsstadt eingetragen, an denen gesprüht wurde.
Die Rückmeldungen vor Ort waren meist positiv, auch in den Sozialen wurde die Kampagne vielfach diskutiert. Die vielen Kommentare zeigen, dass es einen großen Wunsch gibt, öffentliche Räume attraktiver zu gestalten und der als immer schlimmer empfundenen Müllproblematik zu begegnen.

Werfen die Leute jetzt weniger Müll auf die Straße?

Die Kampagne kann die Müllproblematik sicherlich nicht alleine lösen und ist nur gemeinsam mit vielen verschiedenen Maßnahmen wirksam. Besonders erfreulich war, dass sich viele Jugendliche beteiligten und sich z.B. in Schul-AGs oder Jugendclubs inhaltlich auf das Thema vorbereitet haben.

Die Aktion wurde zum zweiten Mal vom Bezirksamt Spandau, Leitstelle für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, der KlimaWerstatt Spandau, LIFE e.V. und dem Project Blue Sea e.V. durchgeführt.
Für das nächste Jahr gibt es bereits Anfragen von Initiativen und Vereinen aus anderen Bezirken.

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