Ausstellung KLIMAFLUCHT

Vom 6. – 30. September zeigen wir die Wanderausstellung KLIMAFLUCHT

 

Welche konkreten Auswirkungen hat die globale Erderwärmung? Wie treffen Hitze und Dürre, das Ansteigen des Meeresspiegels oder die Erwärmung der Arktis die Menschen vor Ort? Welchen Herausforderungen und Bedrohungen müssen sie sich z. B. in Vietnam, Nepal, Indonesien und Griechenland stellen, beim Olivenanbau oder in der Fischerei? Was hat das alles mit internationaler Klimapolitik zu tun?

 

© Deutsche Klima Stiftung

 

Mit der Beantwortung dieser und ähnlicher Fragestellungen befasst sich die Wanderausstellung KLIMAFLUCHT der Deutschen KlimaStiftung.
Erzählungen von 14 lebensgroßen Portraits veranschaulichen den Einfluss des Klimawandels auf das Leben von Menschen in aller Welt und geben Hintergrundinformationen. In Audiobeiträgen berichten die Figuren von realen Geschichten, Schicksalen und Sorgen aus ihrem Alltag.

Bei uns sehen Sie  7 der Figuren der Ausstellung aus den Ländern Vietnam, Nepal, Indonesien, Deutschland, Kiribati, Grönland und Somalia.

Zum Besuch der Ausstellung melden Sie sich bitte an unter
oekothek@life-online.de.

 

Warum Menschen vor dem Klima fliehen…
Der Zusammenhang von Klimawandel und Migration ist längst kein neues Phänomen mehr. Klimabedingte Migration ist eines der Zukunftsthemen schlechthin, denn über kurz oder lang wird sie uns alle direkt oder indirekt betreffen. Wenn klimatische Veränderungen dazu führen, dass Ernten ausbleiben, Stürme oder Dürren zunehmen, der Meeresspiegel steigt und Ökosysteme sich verändern, kurz: Wenn sich das Klima derart verändert, dass Lebensräume zerstört werden, sehen sich immer mehr Menschen dazu gezwungen, ihre Heimat dauerhaft zu verlassen. Besonders Länder des sog. „Globalen Südens“ verfügen meist über eine erhöhte Vulnerabilität und damit über schlechtere Anpassungskapazitäten und Schadensregulierungsmechanismen gegenüber dem Klimawandel. Die Existenz einiger Menschen in diesen Ländern ist so gravierend bedroht, dass sie keine andere Perspektive mehr sehen: Es folgt eine „Klimaflucht“. Doch dafür braucht es Ressourcen und Geld.
Deshalb trifft es besonders jene hart, denen diese Mittel zur Flucht fehlen. Dazu kommt, dass den Menschen, die migrieren, meist keine Zeit zur Vorbereitung bleibt, wodurch eine Migration in Würde nur selten stattfinden kann.

International verbindliche Schutzrechte für sog. „Klimaflüchtlinge“ existieren bis heute nicht, auch wenn „Klimaflucht“ als Fluchtursache erstmals im UN-Migrationspakt von 2018 berücksichtigt wurde. Dabei sind viele Zusammenhänge für Flucht oder Migration nicht klar abgrenzbar. Einig ist man sich darin, dass die Lebensumstände in einigen Teilen unserer Erde erschwert werden. Schätzungen der Weltbank zufolge könnte es bis zum Jahr 2050 über 143 Millionen sog. „Klimaflüchtlinge“ geben.
(Auszug aus der Ausstellungsbroschüre der Deutschen Klima Stiftung)

© Deutsche KlimaStiftung

 

Weitere Informationen zur Ausstellung Klimaflucht – DEUTSCHE KLIMASTIFTUNG (deutsche-klimastiftung.de)

 


Das Projekt Ökothek wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung.

Kontakt

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Veranstaltung zur Ausstellung

Globale Auswirkungen der Klimakrise und Einführung in die Ausstellung

Eine Veranstaltung für Frauen im Rahmen der FiNuT Tagung am 10.09.2021